Gott spricht:
Ich will dem Durstigen
geben von der Quelle
des lebendigen Wassers
umsonst.

Jahreslosung 2018Offenbarung des Johannes (21,6)

 

 

 

 

 


Kirche Kauschwitz frisch saniert!

Unser Kauschwitzer Gotteshaus erstrahlt seit April in neuem Glanz: Die notwendigen Tischler-, Maler- und Elektroarbeiten sind abgeschlossen. Gefördert hat das Ganze der Freistaat Sachsen aus dem ELER-Programm... Mehr erfahren...

 

 




Liebe Leserin, lieber Leser,

'Geh aus, mein Herz, und suche Freud, in dieser schönen Sommerzeit an deines Gottes Gaben…‘ so beginnt das wohl bekannteste und meist gesungene Sommerlied von Paul Gerhard. Sein Lied aus der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde bereits im 19. Jahrhundert als Natur- und Wanderlied außerhalb des Gottesdienstes verbreitet. In unserem Gesangbuch steht es unter der Nummer 503.
In den ersten sieben Strophen wird das Staunen über die Vielfalt der Natur besungen und Gott als Schöpfer gepriesen. Die Spannbreite reicht von den häuslichen Gärten und Tieren bis zu den Feldern, Bergen und Flüssen und den Tieren in den Wäldern und Lüften. In der 8. Strophe bezieht der Dichter sich und uns, die Sänger, als Teil dieser wunderbaren Schöpfung ein. Die nächsten drei Strophen springen förmlich in den Himmel und verdeutlichen: Wenn hier schon so viel Schönheit zu finden ist, wie überwältigend muss dann erst Gottes ewiges Reich sein?! In den letzten vier Strophen geht es um die Kraft- und Segensquelle dieser körperlichen Erfahrung in der Natur und um das tiefe Wissen des Glaubens, dass diese Erfahrung ewig ist.
Das Erleben und eigene Aufgehen in der sommerlichen Natur wird so zum festen Halt im Glauben. So gilt es auch heute noch, dass wir uns Zeit nehmen, dass wir diese Kraft der Natur, die Schöpfung Gottes, wahrnehmen und förmlich aufsaugen. Es gibt keine Wanderung, auf der ich nicht etwas Neues oder besonders Schönes entdecke. Und fernab von der vertrauten Heimat werden diese Eindrücke in einem fremden Land besonders intensiv und nachhaltig.
Ich erlebe jedoch, dass wir die meiste Zeit vor Bildschirmen an Fernsehen, Handy und Computer (ich gerade auch beim Schreiben) verbringen und beobachte dies schon bei Kindern im Vorschulalter und frage mich: Wie viele Bäume, Pflanzen, Vogelstimmen und vieles mehr kennen unsere Kinder und Enkelkinder noch?
So wie wir in den Gottesdiensten dieses Lied miteinander singen, so sollen wir auch miteinander die Natur genießen und immer wieder neu entdecken und unsere Erfahrung mit den nachfolgenden Generationen teilen.
In dem Lied haben wir ebenfalls eine starke Kraft für die ältere Generation, gerade dann, wenn alle Erinnerungen drohen verloren zu gehen, ist dieses Lied eines derer, welches noch durchdringen kann, wenn ein Mensch dement geworden ist. Es vermag für den Moment des Singens Freude, Erinnerung und tiefen Halt zu schenken.
So will ich Ihnen eine schöne Sommerzeit mit vielen vertrauten und neuen Erfahrungen in der Natur wünschen.

Ihr Pfarrer Rainer Zaumseil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZITAT

Gerate niemals überstürzt in Wut - du hast genug Zeit.

Ralph Waldo Emerson
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