Gott spricht:
Ich will dem Durstigen
geben von der Quelle
des lebendigen Wassers
umsonst.

Jahreslosung 2018Offenbarung des Johannes (21,6)

 


Dankeschön an alle lieben Erntedankspender

Wir bedanken uns von Herzen für die vielen lieben Erntedankgaben, die in unserem Kinder- und Teenietreff im Preißelpöhl angekommen sind. Die Kinder haben sich riesig über die leckeren Speisen und warmen Mahlzeiten gefreut... ... mehr erfahren




Liebe Leserin, lieber Leser,

 

der gesamte März ist in diesem Jahr noch Teil der siebenwöchigen Passionszeit und mit dem Osterfest Anfang April beginnt der siebenwöchige Osterfestkreis. Die Passion war über viele Jahrhunderte eine karge Zeit, in der die Natur in unseren Breiten noch nichts hat wachsen lassen und auch die Vorräte des vergangenen Jahres fast aufgebraucht waren. Mensch und Natur waren mit ihr im Einklang, wenn es neben dem äußerlich Kargen auch eine innerliche Einkehr und Besinnung in der damit verbundenen Fastenzeit gab.
Seit einigen Jahrzehnten sind durch den offenen weltweiten Handel unsere Regale in den Einkaufläden selbst in dieser Zeit mit allen Nahrungsmitteln gefüllt. Wir haben zu jeder Zeit alles verfügbar. Weil dies so ist, verschwimmen immer mehr die Grenzen zwischen der  Passions- und Osterzeit. Kaum sind die Weihnachtsangebote weggeräumt, finden wir überall schon Osterprodukte. Und so wie die Läden österlich geschmückt sind, zieht dieser Schmuck oft schon viele Wochen vor Ostern auch in unsere Wohnungen und Gärten ein. Zu einer Zeit in der die Natur und auch wir Menschen noch in einem anderen Rhythmus sind. Das Christentum hat über Jahrhunderte diese Zeit genutzt, um den Körper durch Fasten zu entgiften und die Seele zu stärken. Durch bewussten Verzicht nehmen wir Anteil an dem, was uns im Letzten befreit hat – das Leiden und Sterben Jesu.
Aus dieser innerlichen Stärkung heraus wurde dann Ostern gefeiert. Das Fest bei dem wir äußerlich spüren wie die Natur wieder erwacht. So hat der Tod seine Macht mit der Auferstehung verloren.
Als das äußere Symbol für das Osterfest gilt das Ei. Nach einer Legende bezeugt Maria Magdalena mit dem Ei dem Kaiser die Auferstehung von Jesus Christus - der Stein aus dem Leben herausbrach (ein Küken). So haben die Christen in der Fastenzeit auch keine Eier, die zu den wenigen verfügbaren Produkten gehörten, gegessen. Sie wurden hart gekocht, nach den Wochen gefärbt und gesammelt, um zu Ostern und in der darauffolgenden Freudenzeit überschwänglich versorgt zu sein.
Ich finde es gut, alles zu jeder Zeit verfügbar zu haben, dennoch bin ich nicht bereit, die Grenze zwischen den sieben Wochen der Passion und den sieben Wochen nach Ostern aufzugeben und ich freue mich zu Ostern an den vielen bunten Eiern, die auch heute noch den Menschen zeigen: Christus ist auferstanden – Halleluja.
Ihnen wünsche ich eine besinnliche Passionszeit und ein frohes Osterfest 

 

Ihr Pfarrer Rainer Zaumseil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZITAT

Das Leiden muss getragen werden, damit es vorübergeht.

Dietrich Bonhoeffer
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