Ich glaube;
hilf meinem Unglauben!

Jahreslosung 2020 | Markus 9,24

 


 

Liebe Gemeinde,

 

der erste kräftige Herbstwind Ende September ließ sie purzeln, die Kastanien dieses Jahres im Pfarrhof vor meinem Fenster. Wie immer sammelte ich einige in meine Jackentaschen, in denen sie dann - die Hände schmeichelnd - lange verweilen. Doch in diesem Jahr in anderer Stimmung: Dass ihre Bäume, von der Motte befallen, die Blätter vor der Zeit welken lassen, habe ich auch dieses Jahr in weitem Umkreis wahrgenommen. Aber dass die Bakterien die Bäume zusätzlich schwächen, hat mich sehr betroffen gemacht. Werden wir einmal den Kindern und Enkeln sagen müssen: „Früher, als ich klein war, da gab es diese weichen, glatten Kugeln, die Früchte des Kastanienbaumes…“? Der Gedanke tut weh! Kastanien als Boten des vergehenden Jahres selbst unwiederbringlich verloren? Ein unaufhaltsames Entschwinden? Ich möchte das nicht! Werden Forschung und Wissenschaft die Bäume retten können?

Ich denke, es muss schon Liebe dazukommen. Und Wille. Und Vermögen. Und das Wissen um die mögliche Vergeblichkeit. Geliebte Kastanien! Eure Krankheit ist sichtbar. Anderes stirbt im Verborgenen, heimlich, ungesehen. In jedem Herbst mischen sich Wehmut und Trauer. Gott hält dagegen: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Und:
„Bis in euer Alter bin ich derselbe und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben, tragen und erretten.“

Das Jahr 2020 hat uns auf bisher unvorstellbare Weise unsere Grenzen aufgezeigt. Wir suchen mehr denn je nach verlässlichen Zusagen, die uns in unserem Leben Halt geben können.

Deshalb lasst uns auf Gott vertrauen! Auch wenn wir jetzt noch nicht wissen, wohin er uns führt, dürfen wir uns fest darauf verlassen, dass er uns führt und dass wir bei ihm gut aufgehoben sind.

 

Mit herzlichen Segenswünschen grüßt Sie

Ihr Pfarrer Michael Kreßler

 

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ZITAT

Vorwärts, meine Töchter, nur keine Verzweiflung, wenn das Gebot des Gehorsams von euch verlangt, dass ihr euch mit weltlichen Dingen befasst. Wenn es Küchenarbeit sein sollte, dann müsst ihr wissen, dass der Herr auch mitten unter den Kochtöpfen zu finden ist.

Teresa von Ávila
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